Die Stadt der brüderlichen Liebe setzt ein Zeichen. Als einziger US-Austragungsort der WM 2026 macht Philadelphia den Nahverkehr für Fans nach den Spielen kostenlos – ein Schritt, den die übrigen Gastgeberstädte ihren Fans bislang schuldig geblieben sind.
Bei europäischen Turnieren unter UEFA-Regie gehört das längst zum Standard: Die Eintrittskarte gilt als Fahrschein für Bahn, Tram oder Bus. Fans werden als Gäste behandelt, nicht als Einnahmequelle. Bei der FIFA-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sieht die Realität anders aus. Amerikanische Austragungsorte stehen in der Kritik, weil sie von Besuchern horrende Nahverkehrspreise verlangen.
Philadelphia bricht nun mit dieser Linie. Nach Abpfiff im Lincoln Financial Field sind SEPTA-Fahrten für zwei Stunden kostenlos. Finanziert wird die Aktion von Airbnb, einem FIFA-Sponsor, aus einem Fünf-Millionen-Dollar-Topf für Initiativen der Gastgeberstädte.
Zuletzt dominierten Schlagzeilen aus New Jersey und Foxborough die Berichterstattung – explodierende Nahverkehrspreise, Fans, die sich übervorteilt fühlten. Philadelphia, wo fünf Gruppenspiele und ein Achtelfinale am 4. Juli stattfinden, steuert bewusst dagegen.
Ob andere Städte nachziehen, bleibt abzuwarten. Verdient hätten es die Fans allemal.